Wieso 3

– Wieso 3?

Ein Missverständnis kommt selten allein. Beim Versuch der nonverbalen Kommunikation mittels Bildern, steht meist die Frage nach einer Interpretation an vorderster Stelle.

Sie prallt mit voller Wucht und völliger Selbstverständlichkeit auf ein Bild und hinterlässt im Normalfall einen stammelnden Künstler (z. Bsp. mich) und eine Schar ratloser Betrachter.

Da für uns die sprachliche Kommunikation eine bisweilen schwierige Übung ist, ist es für mich noch schwerer, in ebendieser über eine nonverbale Mittelungsform Auskunft zu geben. Meine in Gruppen angeordneten Bildfolgen sind so gesehen die Flucht nach vorne.

Bei einem Bild besteht schon ausreichend Möglichkeit sich in Spekulationen über die Deutung zu verlieren – setzt man ein zweites oder drittes Bild dazu in Zusammenhang, bildet sich allerdings eine Schnittmenge, die zumindest viele der Deutungsmöglichkeiten der jeweiligen Einzelbilder eingrenzt.

Das Aneinanderreihen rhythmisiert die Bildsequenz, durch den Abstand der Bilder zueinander.

Es entsteht eine zeitliche Abfolge und eine Art Handlungsbogen.

Diese Bildserien haben zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit Bildgeschichten, doch fehlt ihnen der erzählerische Faden um als Geschichte zu funktionieren.

Sie ähneln vielmehr Gesprächsfetzen, die vom Umgebungslärm unterbrochen in unterschiedlicher Deutlichkeit beim Zuhörer ankommen -Telefonaten bei schlechtem Empfang oder morgendlichen Bildresten nächtlicher Träume.

vor 2 Wochen

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