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| philipp haselwanter |
| artmagazin | |
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| sonderschauen2008 | |
| ASIFA AUSTRIA | |
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catalogue: philipp haselwanter / Werkschau 2008 |
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catalogue: louisiana ueber alles /exhibition New Orleans 2007 roland maurmair/philipp haselwanter |
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Archipel Ikon /an after-desaster show Nachdem sich der Begriff Globalisierung weltweit herumgesprochen hatte, und Kulturwissenschaftler bereits Hyperkulturalität, also eine regionale Entgrenzung und Vermischung von Kultur und ihren Bestandteilen konstatierten, stieg der Meerespiegel sprunghaft an. Die Polkappen waren geschmolzen und somit auch die kontinentalen Landmassen derart soweit geschrumpft, dass sie nur mehr als kleine Inseln den nun beinahe gänzlich blauen Planeten sprenkelten. Das Phänomen Inselverzwergung, ein bis zu diesem Zeitpunkt nur Biologen geläufiger Begriff, der die Schrumpfung von auf Inseln lebenden Tierarten beschreibt, wurde anfangs ein allen Weltbewohnern geläufiges Wort, später Ziel und Ideal. Nach der Zerstörung der bis dahin gebräuchlichen terrestrischen Kommunikationswege, waren es vorwiegend Satelliten, die der Aufrechterhaltung des inselübergreifenden Informationsflusses dienten. Da die Überreste menschlicher Zivilisation teilweise weit auseinander lagen, und auf den Eilanden unterschiedliche Sprachen gesprochen wurden, entschloss sich die Menschheit Abbildungen ihrer Inseln als Icons zu verwenden, um dem Sprachgewirr auf den Benutzeroberflächen ihrer Kommunikationscomputer einigermassen Herr zu werden. |
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DIE SACHE MIT DER SUPPE - ein Kunsttext übelster Sorte Die Sache mit der Suppe ist enorm komplex. Da sich aus nahezu allem Essbaren eine Suppe kochen lässt, und das auch schon seit Jahrtausenden weltweit so gemacht wird, wäre es zu umfangreich sich an dieser Stelle über Ingredienzien, Zubereitungsarten oder die Verschiedenheit von Suppen auszulassen. Der Einfachheit halber erlaube ich mir ein banales Beispiel: Kochen Köche Suppen, tun sie dies in Eisentöpfen, die ehemals selbst als Suppe in Hochöfen schwammen. S tahlarbeiter werfen Erzbrocken, die Kumpel ,von in der Erde fliessenden Erzadern abgebrochen haben, in Konverter und kochen Stahl. Auch Erzadern sind erstarrte Suppenreste, die aufgrund von Überhitzung aus dem Erdbauch strömten. Es gilt momentan als sehr wahrscheinlich dass der Planet Terra, So wie alles Übrige im Weltall Herumschwirrende vor langer Zeit aus einer explodierenden Ursuppe herausgeschleudert wurden und quasi als mehr oder minder heisse Suppentropfen durch Raum und Zeit flitzen. Es lässt sich also sagen – kochen Köche Suppen, schöpfen Schöpfer Allumfassendes. Die Suppe ist somit ein essbarer Knotenpunkt im Universum. Jeder kennt sie. Sie hat unzählige Geschwister ja geradezu Zwillinge im Geiste, wenn auch teils mit verschiedenen Eltern. Eines davon ist das Bild. In den dunklen Untiefen seiner Gehirnwindungen schürft der Maler nach Ideen , wird er fündig schleppt er die Idee ins Freie, giesst sie anhand von Farbe in Form und platziert jene wohin auch immer. Der Kopf des Malers ist auch ein Konverter, er hat eine grosse Öffnung in die alles Mögliche hineinfällt, und zunächst verschwindet. Da sich die Erde ständig dreht und somit auch der Malerkopf, wird alles gut durchgerührt Der Maler ist eine Mischmaschine. Mit viel Glück und Aufwand entleert sich der Malerkopf bisweilen eruptiv bisweilen zermürbend langsam auf z.B. eine Leinwand . Wie bei der Suppe ist es jedem selbst überlassen wie und woraus er ein Bild fertigt, und ebenso wie in Bildern spiegeln sich in Suppen jene Zutaten wider, die momentan zur Verfügung stehen. Ich verlasse nun den diskursiven Teil meiner Betrachtung, um einige wichtige Punkte anzureihen die weitere Gemeinsamkeiten Unterschiede und Gefahren verdeutlichen. 1.)Suppen sind meistens essbar 2.) Bei unsachgemäßer Berührung verursachen Suppen sowie Bilder in feuchtem Zustand schwer zu bereinigende Verschmutzungen. 3.) Nachträgliche Änderungen, soweit sie nicht vom Hersteller selbst getätigt, wie Nachwürzen oder Übermalen gelten als äusserst unhöflich. 4.) Suppen wie Bilder erfreuen sich grosser Beliebtheit - Bilder wie Suppen eher weniger. 5.) Bilder an der Wand sind leicht zu entfernen 6.) Es ist weitaus ungefährlicher mit Suppe ein Bild zu malen als mit Farbe eine Suppe zu kochen. Bestimmt gibt es noch zahlreiche weitere wichtige Punkte, deren Erwähnung hier aber ausgespart bleibt. Ich bitte um Nachsicht und Bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. - es ist angerichtet ; |
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Presse: Kritischer Blick auf Lebensumstände Auch die von Land und Stadt geförderte Sonderschau Junge Kunst auf der Art Innsbruck bleibt ihrem Grundkonzept der vergangenen Jahre treu: mit Äpfel und Birnen, weder Kohlrabi noch Kartoffel so der Titel, setzen Philipp Haselwanter und Roland Maurmair als Ausstellungsmacher und als Künstler ein Gegen-Statement zum sie umgebenden Kunstkaufmarkt und bespielen ihre Ecke mit einem humorvollen, bunt bewegten und kritischen Blick auf Lebensumstände und Verhaltensweisen - vielleicht auch auf jene der Besucher und Aussteller. Wir versuchen, auf den Raum einzugehen. In dem Fall war es so, dass Philipp Haselwanter und ich die letzte Ausstellung in New Orleans absolviert haben. Die war so ein Erfolg, dass wir gefragt worden sind, hier bei der Art die Sonderschau Junge Kunst zu machen , so Maurmair. Die Gemeinsamkeiten sind, dass das alles szenische Kunstinseln sind. Nur hat der Maurmair den Naturbereich, ich habe die Vermischung Technik-Mensch im Mittelpunkt - auf einer narrativen Basis, erläutert Haselwanter. oe1.orf.at SMS Die Arbeiten von Philipp Haselwanter stellen eine analytische Bestandsaufnahme aus persönlichen Eindrücken von Situationen, Verhaltenstypen, Systemen unserer Lebensumstände dar. Erinnerungen werden mit momentanen Erlebnissen vermischt, genauso wie abstrakte Farbenspielereien in technoiden Dingen aufgehen. Die Werke entstehen ähnlich wie DJ Sets durch Abmischen, Improvisieren und Scratchen. Temporäre und strukturelle Veränderungen werden hie und da hinzugefügt oder wieder weggenommen. Die Entstehungszeiträume erstrecken sich über mehrere Monate. Alles unterläuft einem stetigen Fluss. Die Arbeiten erschliessen mehrere Zeitfenster und entwickeln sich in übereinander gelegten Bildebenen. Diese erlauben verschiedene Blickwinkel von Betrachtungsmöglichkeiten zu thematisieren. Wie ein Bildlaufband oder Storyboard läuft die Erzählung weiter. Wenn es Haselwanter für nötig erscheint, werden Szenen gezoomt wiedergegeben. In den letzten Jahren widmete sich Haselwanter intensiv dem Siebdruck und der Ölmalerei. Die farbigen Siebdrucke, die in bis zu 24 Farben gehalten sind, entstehen in kleinen Auflagen. Sie werden von der Hand abgezogen. Viele existieren nur als Unikate. Darüber hinaus entstehen Musikstücke, die der Künstler durch Videoarbeiten untermalt. Michaela Pedratscher Es kann sich eigentlich nur um eine extreme Freudsche Fehlleistung handeln, wenn sich die Leute von der Bodenkontrolle in Houston plötzlich aus der unerfreulichen Apollo-13-Mission ausklinken und stattdessen auf ihrem Bildschirm einen Touch down sehen (vom American Football). Denn der Apollo-13-Mission hat es ja gerade an einem gefehlt: einem Touch down auf dem Mond. Verantwortlich für die Sehstörung ist aber trotzdem nicht Freud, sondern Philipp Haselwanter ,der so manches zusammenmischt in seinen formal und inhaltlich sehr dichten und sehr wilden Siebdrucken, in denen sich der Betrachter zurechtfinden muss wie Messer und Gabel im Mittagessen. Durchaus spannende und unterhaltsame Arbeiten voller witzig banaler oder nur banaler Wortspielereien. Claudia Aigner - Wiener Zeitung Im März präsentiert die städtische Galerie im Andechshof eine Ausstellung von Philipp Haselwanter mit dem Titel Aus silofreier Fütterung. Der Titel leitet sich aus dem Zusammenwachsen von Biologie und Technik im Rahmen der Bionik ab. Gezeigt werden ölbilder und Siebdrucke mit teils übereinander liegenden Bildebenen sowie assoziativen und abstrakten Elementen. Inhaltlich geht es um die Auseinandersetzung mit der Technoinfokommmunikationsgesellschaft wie Haselwanter, der an der Akademie der Bildenden Künste bei Gunter Damisch studierte, die Auseinandersetzung mit Technik, Medien und geschichtlichen Aspekten in seinen Arbeiten bezeichnet. ÖJ.www Die Überraschung ist Philipp Haselwanter mit witzigen , raffinierten Siebdrucken in winziger Auflage………. Edith Schlocker - Tiroler Tageszeitung Ob aus der Lust einer Irreführung durch das Etikett aus silofreier Fütterung oder aus der Sehnsucht frühere Verhältnisse wenigstens in der Malerei wieder herzustellen ,hat sich Philipp Haselwanter dieser Herausforderung gestellt. Unter dem- für Menschen aus dem bäuerlichen Umfeld- geläufigen Titel , der ganz bestimmte und gegensätzliche Assoziationen hervorruft, gelingen dem Künstler Verknüpfungen von emotional betonten Bildbotschaften aus dem Bereich von Welt und Regionalereignissen. Die zwar in Ihren Details stark an den Expressionismus anknüpfen aber heute eine andere Bedeutung haben. Die -Trojanische Stutenmilch - signalisiert das Misstrauen, daß in der Werbung vollmundig und vollfruchtig eine Natur im Geschmack versprochen wird, die es nur noch als Stilleben in der früheren Malerei gibt. Die Natur in Tirol jedenfalls fängt an, sich lautlos zwischen Gletscherkolonisierung, Transit, und Klimawandel davonzuschleichen. Genau das zeigt Haselwanter. Man muss nur genau hinschauen. Hans Augustin - Tiroler Bauernzeitung Ausstellungen -Auszug: 2009-2010 Galerie Edition Stalzer Sputnic architektur/Wien Austellung Walter Koschatzkypreis 2009 Knoten Wien Mitte /museumsquartier Wien -Asifakeil Galerie AREA 53 2008 Galerie Goldener Engel /Hall in Tirol Sonderschau Junge Kunst/ weder Äpfel noch Birnen/ Kunstmesse Innsbruck AREA53 2007 UNO/ New Orleans Fresh Trips - Kunstraum Innsbruck AREA53 Wien SWINGR Wien Hotel Pupik Stmk. 2006 TAFKAG Oslo AREA53 Radiostation - Kunstraum Innsbruck ca. 1000m2 Tiroler Kunst - Kunstraum Innsbruck 2005 SWINGR Wien Galerie Goldener Engel /Hall in Tirol 2003 A Christmas Selection - Siemens_artLab, Vienna 2003 Galerie Goldener Engel /Hall in Tirol 2003 Weiss blaue Galerie, Zwettl 2001 Galerie 422 JUNGE FIGUREN - Galerie 422, Gmunden 2000 Hommage an Louise Bourgeois, Kupferstichkabinett Akademie der Bildenden Künste Wien 1999 Klaus Engerthus, Wien 1997 Art-cult, Tabakmuseum Wie 1996 Cafe Munding, Innsbruck 1995 ÖH der Universität Innsbruck |
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philipp haselwanter geboren am 4.11.1975 in Innsbruck; Studium in der Meisterklasse Malerei und Grafik bei Prof. Gunter Damisch.lebe und arbeite in Wien, 2 Kinder: Leo und Paul |