 |
|
 |
(22.12.09)
Galerie Edition Stalzer: Roland Maurmair und Philipp Haselwanter - Ein Häuschen im Grauen
Verspielt bis kritisch
In der aktuellen Schau der Galerie Stalzer finden sich sowohl eher
hintergründig zivilisationskritische Arbeiten von Philipp Haselwanter
als auch eher brachial-lustige aber nicht uncharmante Werke von Roland
Maurmair. Letzterer zeichnet etwa für die Jesus- Ente welche den Titel
„Jesus fue un terrorista“ (Jesus war ein Terrorist) trägt oder das
„Wanted-Plakat“ mit den Konterfeis von Mr. Burns, Gargamel, den Daltons
und einigen anderen Comic-Schurken, verantwortlich.
Philipp Haselwanter hingegen ist in der Schau eher der klassische
Maler/Bildhauer der mit durchaus dekorativen Bildern und hervorragend
gelungenen Skulpturen aus grob bearbeiteten Holzblöcken überzeugt.
Diese scheinbar einfach mit der Kettensäge aus einem Eichenholzblock
gesägten und bemalten Architekturen tragen Titel wie: „Vom Leben am
Stadtrand / Prekopolis“ und spielen sehr gekonnt mit der Diskrepanz
zwischen dem noch erkennbaren Material – einem Baumstamm – und dem was
sie darstellen – eine Betonwüste aus Plattenbauten. Hier wird
Zivilisationskritik sehr subtil über das Material transportiert.
Wolfgang Pichler
Galerie Edition Stalzer 1060 Wien, Barnabitengasse 6, bis 15.01.10 http://www.stalzer-gallery.com/
|
|
|
Artikel per Email verschicken
|
|
[Ihre Meinung]
Das artmagazine bietet allen LeserInnen die Möglichkeit,
ihre Meinung zu Artikeln, Ausstellungen und Themen abzugeben.
Das artmagazine übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der
abgegebenen Meinungen, behält sich aber vor, Beiträge die gegen
geltendes Recht verstoßen oder grob unsachlich oder moralisch bedenklich
sind, nach eigenem Ermessen zu löschen.
|
|
 |
|
|
|