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Die Arbeiten von Philipp Haselwanter stellen eine analytische
Bestandsaufnahme aus persönlichen Eindrücken von Situationen,
Verhaltenstypen, Systemen unserer Lebensumstände dar. Erinnerungen
werden mit momentanen Erlebnissen vermischt, genauso wie abstrakte
Farbenspielereien in technoiden Dingen aufgehen. Die Werke entstehen
ähnlich wie DJ Sets durch Abmischen, Improvisieren und Scratchen.
Temporäre und strukturelle Veränderungen werden hie und da hinzugefügt
oder wieder weggenommen. Die Entstehungszeiträume erstrecken sich über
mehrere Monate. Alles unterläuft einem stetigen Fluss. Die Arbeiten
erschliessen mehrere Zeitfenster und entwickeln sich in übereinander
gelegten Bildebenen. Diese erlauben verschiedene Blickwinkel von
Betrachtungsmöglichkeiten zu thematisieren. Wie ein Bildlaufband oder
Storyboard läuft die Erzählung weiter. Wenn es Haselwanter für nötig
erscheint, werden Szenen gezoomt wiedergegeben. In den letzten
Jahren widmete sich Haselwanter intensiv dem Siebdruck und der
Ölmalerei. Die farbigen Siebdrucke, die in bis zu 24 Farben gehalten
sind, entstehen in kleinen Auflagen. Sie werden von der Hand abgezogen.
Viele existieren nur als Unikate.
Darüber hinaus entstehen Musikstücke, die der Künstler durch Videoarbeiten untermalt.
Kurzbiografie
1975 in Innsbruck geboren
1996-2001 Studium und Diplom an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
(Malerei und Graphik, Meisterklasse Gunter Damisch)
Lebt und arbeitet in Wien
Einzelausstellungen
1995 Der letzte Kampf, ÖH der Universität Innsbruck
1996 Cafe Munding, Innsbruck
2003 Galerie Goldener Engel /Hall in Tirol
Gruppenausstellungen
1997 Art-cult, Tabakmuseum Wien
1998 Junge Figuren 4021, Gmunden
1999 Klaus Engerthus, Wien
2000 Hommage an Louise Bourgeois, Kupferstichkabinett Akademie der Bildenden
Künste Wien
5 im Widum, Galerie Schmitt, Achenkirchen
2003 Weiss blaue Galerie, Zwettl |



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